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60 Jahre Demokratie in Deutschland. Aus diesem Anlass veröffentlichten die beiden Herausgeber Hildegard Hamm-Brücher und Norbert Schreiber im Münchner Verlag Zabert und Sandmann einen reich bebilderten Band zur politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland, aus historischer wie aktueller Perspektive.

In »Demokratie, das sind wir alle« schreiben nun jene über die wechselvolle Entwicklung unseres Staates, die sie maßgeblich mitgeprägt haben. So blickt z.B. Hans-Dietrich Genscher auf das europäische Deutschland, während Joachim Gauck die friedliche Revolution 1989 Revue passieren lässt und Horst Köhler sich mit der deutschen Demokratie in der globalisierten Welt auseinandersetzt.

Am 23. Mai 1949 ratifizierte der Parlamentarische Rat in Bonn das Grundgesetz und hob damit die Bundesrepublik Deutschland aus der Taufe. 40 Jahre später fiel die Mauer und machte den Weg frei für die gesamtdeutsche Demokratie. Während 1949, als die Bundesrepublik auf den Trümmern einer totalitären Diktatur errichtet wurde, viele an der Demokratiefähigkeit der Deutschen zweifelten, kann man heute konstatieren: Die Demokratie unseres Landes gehört zu den stabilsten der Welt. Doch die Freude wird getrübt durch eine wachsende links- und rechtsradikale Szene, einen im Zuge der Terrorangst aufgeweichten Datenschutz sowie durch besorgniserregende Zahlen: Nur 60 Prozent der Deutschen haben noch Vertrauen in die Demokratie als Staatsform. Solche Umfragewerte zeigen: Demokratie ist ein Prozess, der niemals abgeschlossen ist und unser aller Engagement bedarf.

Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker hielt im Berliner ADLON die Laudatio auf das Buch.

"Demokratie heißt Freiheit und Verantwortung
Hildegard Hamm-Brücher

Hildegard Hamm-Brücher gilt als Grande Dame der deutschen Nachkriegspolitik, die sie jahrzehntelang als FDP-Mitglied in verschiedenen Ämtern entscheidend mitgestaltet hat. Aus der FDP trat sie 2002 wegen der antiisraelischen Äußerungen ihres Parteikollegen Jürgen Möllemann und deren Duldung durch die Parteispitze aus. Für ihre Verdienste um die Förderung der politischen Kultur in Deutschland, der Bildungspolitik und des Dialogs zwischen Juden und Deutschen wurde Hamm-Brücher mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit zwei Ehrendoktortiteln und dem Großen Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband. Sie kann eine beträchtliche Anzahl an Publikationen vorweisen und nimmt, obwohl sie sich aus der aktiven Politik zurückgezogen hat, nach wie vor scharfsinnig zu aktuellen zeitgeschichtlichen Themen Stellung.

Hildegard Hamm-Brücher im ZDF zu dem Buch:"Wir wollen mit dem Buch „Demokratie sind wir alle“ bewusst machen, wie in den letzten 60 Jahren unter Mühen auf den Trümmern der Nachkriegsdiktatur unsere freiheitliche angstfreie Demokratie aufgebaut wurde. Für jüngere Menschen ist das sicher interessant, für ältere ist es gut, sich ab und zu zu erinnern, dass Demokratie nicht vom Himmel fällt, sie ist ein ein mühsames tägliches Geschäft. Aus einem Trümmerhaufen, auch einem geistig-politischen Trümmerhaufen ist eine lebendige erfreuliche Demokratie in Europa geworden. Ich bin europäisch gesonnen, das wollen wir mit dem Buch „Demokratie, das sind sind wir alle“ weitergeben. Es ist die Biographie unserer Demokratie, dir wir da aufgeschrieben haben. Ohne Vorbilder geht’s in der Demokratie nicht, weder in der Staats- noch in der Lebensform der Demokratie. Demokratie sind wir alle heißt, wir müssen bereit sein, uns einzubringen, wo immer wir sind. Wir müssen nicht alle Politiker werden wir können uns auch als Bürger einbringen, Bürgergesellschaft, Zivilgesellschaft sein und auch den Politikern ab und zu auf die Finger klopfen. Ohne Bürgerinnen und Bürger gibt es keine Demokratie. In der Nazi-Diktatur gab es keine Demokratie, niemand hat sie verteidigt, das wollen wir nicht, dass sich das wiederholt. Freiheit ist ein kostbares Geschenk. Demokratie lebt von den Menschen, die sie tragen."

Video AUF YOU TUBE

60 Jahre Grundgesetz - Interview mit Dr. Hildegard Hamm-Brücher in 3sat

Der Journalist Norbert Schreiber beschäftigt sich im Einleitungsbeitrag zum 60. Jahrestag der Verabschiedung unseres Grundgesetzes mit der Frage, wie gefestigt und akzeptiert unsere Demokratie ist und welche Defizite zu beklagen sind.

So entsteht in diesem Buch mit Autoren wie Egon Bahr, Hans–Dietrich Genscher, Joachim Gauck, Kurt Biedenkopf, Jutta Limbach, Franziska Augstein, Hans Peter Schwarz, Norbert Frei, Klaus Dieter Lehmann und Bundespräsident a.D Horst Köhler  ein sowohl zurück-, als auch ausblickendes Geschichtsbild, das mit kritischer Sympathie gezeichnet wird

Die insgesamt zwölf Beiträge herausragender Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Kultur werden ergänzt um einen Bilderreigen der wichtigsten Momente bundesdeutscher Geschichte – und ergeben zusammen ein ebenso kluges wie kritisches Buch zu 60 Jahren Verfassung und 20 Jahren Mauerfall.

Die Mit-Herausgeberin Hildegard Hamm-Brücher eröffnet den Band mit einer Rückschau auf 60 Jahre politisches Engagement, auf ein beeindruckendes Leben im Dienste der Demokratie, im Dienste einer Erinnerungskultur gegen das Vergessen. Von der Geburtsstunde der Bundesrepublik an, seit 1949, erlebte und gestaltete sie die politischen Geschicke unseres Landes: als weibliche Vorreiterin und über lange Jahre weitgehend einzige Frau auf dem männerdominierten politischen Parkett. Für Hamm-Brücher ist demokratische Freiheit untrennbar mit Verantwortung verbunden, deshalb mahnt sie zu mehr bürgerschaftlichem Engagement. Ihr Credo: Demokratie – das sind wir alle.


Hans-Dietrich Genscher schreibt über die Außenpolitik der sechs Jahrzehnte


Joachim Gauck beschreibt den Untergang der DDR und die friedliche Revolution.


Jutta Limbach, Joachim Gauck, Hildegard Hamm-Brücher und Norbert Schreiber (ARD) diskutierten die 60 Jahre Demokratieentwicklung in Deutschland.


Egon Bahr beschäftigt sich mit der Ostpolitik der Bundesrepublik


Alt-Bundespräsident Horst Köhler schreibt über die Zukunftsprobleme unseres Landes angesichts der Globalisierung


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Rezension

Demokratie als Aufgabe
Geschichte: Zwölf Zeitzeugen blicken zurück auf sechzig Jahre Deutschland
Von Alexander U. Martens

Das von der Grande Dame der deutschen Nachkriegspolitik, Hildegard Hamm-Brücher, gemeinsam mit Norbert Schreiber herausgegebene Buch „Demokratie, das sind wir alle“ versammelt sicher einige der informativsten, dabei durchaus persönliche, Rückblicke auf die zurückliegenden 60 Jahre deutscher Geschichte. Zwölf Zeitzeugen erinnern sich, allesamt „alte BRD-ler“, bis auf Joachim Gauck, den langjährigen Rostocker Pfarrer, der als Mitglied der Bürgerrechtsbewegung zur friedlichen Revolution 1989 beitrug und sich später, als erster Chef des Amtes für die Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes, auch im Westen einen Namen machte.
Mag sein, dass diese Akzentuierung auf westliche Zeitzeugen von manchem als Mangel empfunden wird – der Realität im Geschichtsbewusstsein vieler Deutscher entspricht dies allemal, auch 20 Jahre nach dem Mauerfall. Doch davon abgesehen: Man liest die hier versammelten Gedanken und Erinnerungen vielleicht mit unterschiedlichem Interesse, doch alle mit Gewinn. Etwa Hamm-Brüchers sehr persönliche Schilderung ihres politischen Werdegangs von 1949 bis 2009, nicht nur der längste, sondern auch der vielfältigste Beitrag in diesem Buch. Und selbst wer meint, diese Zeitspanne bewusst miterlebt zu haben, erfährt noch Neues, zum Beispiel aus dem Gespräch zwischen Egon Bahr und Helmut Schmidt über ihre bis heute divergierenden Meinungen zur damaligen Ost- und Deutschlandpolitik.

Es liegt in der Natur der Sache, dass dies in erster Linie ein Buch sich selbst vergewissernder Erinnerungen ist. Doch es ist auch Bestandsaufnahme und scheut auch nicht manch zuweilen skeptischen Blick nach vorn. „Zudem verwirrt uns das Nebeneinander von Globalisierung, Lokalisierung und Privatisierung und lässt uns ob unserer demokratischen Zukunft ratlos zurück“, resümiert Norbert Schreiber in seinem kenntnisreichen Vorwort. Und wohl nicht ohne Grund weist Jutta Limbach, die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, darauf hin, dass sich „demokratische Identität nicht in der schlichten Akzeptanz der Demokratie als Staatsform“ erschöpfe, sondern dass sie „als Staats- und Lebensform in den Köpfen der Bürger und Bürgerinnen fest verankert ist“. Wenn wir dies tatsächlich verinnerlicht haben, erst dann ist der Satz „Demokratie, das sind wir alle“ mehr als nur ein Buchtitel. (Darmstädter Echo)

Hildegard Hamm-Brücher, Norbert Schreiber (Herausgeber): „Demokratie, das sind wir alle“. Verlag Zabert Sandmann, 232 Seiten mit 91 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, 19,95 Euro.

Leser-Reaktionen bei AMAZON

Geschichte zum anfassen und 60 Jahre Demokratie in einem Band. Eine gelungene Mischung aus Rückschau, der Identifizierung mit unserem Land und das wir alle dafür verantwortlich sind, was in der Zukunft mit unserem Land und unserer Demokratie geschieht.
Schön sind die vielen Beiträge der Zeitzeugen, sie führt mit Lockerheit durch unsere Geschichte und bringt verschiedene Meinungen zu Tage. Wir erleben den Mauerfall nochmals und bringen diese demokratische Meisterleistung unseren Kindern näher. Für die ab 1989 geborenen gibt es nur ein Deutschland.  Mit diesem hochwertigen Buch schauen wir gern zurück oder blättern gemeinsam mit unseren Enkeln und Kindern im Buch.   Dieses Buch sollte jeder junge Mensch lesen. Ich - als alter Mensch, der vieles von dem Erzählten miterlebt hat - sage: wie gut, dass wir diese 60 Jahre - und dazu noch friedlich - geschafft haben. Wunderbar wäre, würden wir weitere 60, 100 Jahre schaffen. Alle die beschriebenen Persönlichkeiten sind es wert, ihnen den Preis der Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit zu verdanken.


Zitate zu 60 Jahren Demokratie in Deutschland

„Sitzen wir nicht mit verschränkten Armen da und warten, was uns Gorbatschow bringt! Versuchen wir vielmehr, die Entwicklung von unserer Seite zu beeinflussen, voranzutreiben und zu gestalten.“
Hans-Dietrich Genscher

 „Die Bundesrepublik: ein Phönix aus der Asche.“
Edgar Wolfrum

„Mehr Demokratie wagen.“
Willy Brandt 

„Es gibt schwierige Vaterländer. Eines davon ist Deutschland. Aber es ist unser Vaterland.“
Gustav Heinemann

 „Herr Bundeskanzler, im Augenblick fällt die Mauer!“
Eduard Ackermann im Telefongespräch mit Helmut Kohl

 „Wir fluten jetzt.“
Offizier der Passkontrolle an der Bornholmer Straße in Berlin bei der Öffnung der Grenze

 „Die neue Ost- und Deutschlandpolitik wäre ja nicht gutgegangen, wenn es nicht gelungen wäre, die führenden Leute in Washington, davon zu überzeugen, dass das Ganze nicht ein camoufliertes Überlaufen auf die sowjetische Seite war.“
 Helmut Schmidt

 Ich habe im September 1969 als Ersten Henry Kissinger über die neue Ostpolitik informiert. Denn es war klar, dass wir ohne die Deckung durch die Amerikaner überhaupt nichts machen konnten. Der amerikanische Außenminister war skeptisch. Er fragte: ‚Wo kommen wir denn hin, wenn die Deutschen schon wieder anfangen mit den Russen zu reden?‘ Ich habe ihm dann schließlich gesagt: ‚Ich bin hier nicht hergekommen, um zu konsultieren, sondern um zu informieren. Wir werden unsere Politik wie geplant durchführen.‘ Ich habe Kissinger dann in allen Einzelheiten erklät was wir wirklich vorhaben. Bis heute rechne ich ihm hoch an, dass er am Ende grünes Licht für unsere Ostpolitik gegeben hat.“ 
Gespräch Helmut Schmidt mit Egon Bahr im Willy Brandt-Haus in Lübeck

 

Siehe auch Interview Dr. Hildegard Hamm-Brücher mit dem Deutschlandfunk

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/zeitzeugen/1380969/

INSTITUT FÜR ZEITGESCHICHTE

Historische Materialien zu Dr. Hildegard Hamm-Brücher

http://www.ifz-muenchen.de/archiv/ed_0379.pdf

BUCHMARKT über die Buchpräsentation im Adlon Berlin

http://www.buchmarkt.de/content/37106-berlin-im-adlon-richard-von-weizsaecker-hans-dietrich-genscher-und-hildegard-hamm-bruecher-stellten-demokratie-buch-des-zabert-sandmann-verlages-vor.htm?hilite=-Hans-Dietrich-Genscher-



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Norbert Schreiber Das Verschwinden der Wahrheit –

Vom Massenmedium zum Medium der Massen
Der neue Strukturwandel der Öffentlichkeit 

Das griechische Ideal von Demokratie ging von folgender Voraussetzung aus: der freie Bürgerbetritt in der Polis die Agora und damit die lokale Öffentlichkeit. Aber was ist Öffentlichkeit konkret: Der Soziologe Jürgen Habermas hat in seinem vielbeachteten Buch „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ [1] eine idealtypische Form der Öffentlichkeit beschrieben. Öffentliche Meinung ist die „Sphäre der zum Publikum versammelten Privatleute.“ Alle Menschen haben einen gerechten Zugang zu ihr, können in einer Demokratie daran teilhaben, Öffentlichkeit produziert öffentliche Meinung, die zugleich als „vierte Gewalt“im Staate neben den institutionellen Kontrollformen wie Parlament oder Justiz Herrschaft kontrolliert.  

Die Demokratietheorie geht auch davon aus, dass in der Öffentlichkeit diepolitische Meinungs- und Willenbildung vor sich geht, aus ihr heraus entstehen Gesetze, die der demokratischen Kontrolle unterliegen sollen. Der Kommunikationswissenschaftler Wolfgang R. Langenbucher definiert Öffentlichkeitals einen thematischen Raum. In einer Gesellschaft erringen Themen eine gewisse Aufmerksamkeit oder eben auch nicht und schaffen so einen kommunikativen Raum,der durch Medien (Medienöffentlichkeit) vermittelt wird. Waren es im 18.und 19. Jahrhundert Gesellschaftsvereine, Kaffeehäuser, Salons, Parteiungen,Zeitungen und Zeitschriften oder auch Plakate, die als vermittelnde Medien denpolitischen und gesellschaftlichen Diskurs und auch kritische Publizität transportierten, als Kritik gegenüber Monarchie und Macht, Obrigkeit und Opposition so bildete sich im Zeitalter der Entwicklung der Massenmedien durch Radio, Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften eine moderne massenmediale Kommunikationssphäre aus, die anderen Gesetzen - auch denen des Marktes und Profits - folgten.  Der Wahlbürger artikuliert plurale Interessen, bildet sich angesichts der Argumente einepolitische Meinung und nimmt so am politischen Prozess teil.  

Die kritische Medientheorie Ende des letzten Jahrhunderts beobachtete und analysierte dabei Konzentrationsprozesse im Medienbereich, konstatierte den zunehmenden Einflussvon Public relations und Öffentlichkeitsarbeit, kritisierte Manipulationsprozesse im Bereich öffentlicher Meinungsbildung und sprach vonder Durchsetzung einseitiger ökonomischer und politischer Interessen.Werbeabhängigkeit, kommerzielle Interessen und Marketinginstrumenten, sieschufen einen „inszenierten“ öffentlichen Meinungsbildungsprozess.  Dies war diezweite Phase eines Strukturwandels der Öffentlichkeit, der sich modernerelektronischer Massenmedien bediente, deren Merkmal jedoch war, dass Information von einem Sender an viele Empfänger gegeben wird. Innerhalb der Brecht’schen Radiotheorie wird davon gesprochen: Der Sender hat die Macht, dievielen Empfänger konsumieren nur die Inhalte. "Man hatte plötzlich die Möglichkeit, allen alles zu sagen, aber man hatte, wenn man es sich überlegte,nichts zu sagen.“ (Bert Brecht) Schon Habermas hatte davor gewarnt, dass durch den Strukturwandel der kommunikative Raum in den Sog partikularer Interessen gerät, Kommunikation unter dem Einfluss von Wirtschaftsinteressen ihr freies Moment verliert, und so von einer„Refeudalisierung von Öffentlichkeit“ gesprochen werden kann.  

Ende der 1960er Jahre sind solche Konzentrationsprozesse und Machtzusammenballungen auch vonder studentischen Protestbewegung diskutiert und kritisiert worden.Medienpolitik bildete sich zu einem eigenen Politikbereich heraus, der jedochheute nur am Rande des politischen Betriebs eine Rolle spielt. In der Demokratie ist eben Regulierung verpönt, erst recht in einem Staat, in dem die Medien unter dem nationalsozialistischen Terrorregime  als Propagandainstrumente missbraucht wordenwaren.  Öffentlichkeitkann definiert werden als die Addition der Institutionen, die mit Öffentlichkeit zu tun haben, der öffentlichen Ereignisse und der öffentlichen Themen, die in Politik und Gesellschaft Aufmerksamkeit erregen. Zugleichherrscht in der Demokratie ein Transparenzgebot: Parteien, Gewerkschaften Verbände haben auch organisationsintern Öffentlichkeit zu schaffen. Meinungs-und Willensbildung ist ein Postulat mit Verfassungsrang und vom Grundgesetz per Definition nicht alleine den Parteien überlassen, denn sie wirken bei derpolitischen Meinung- und Willensbildung nur mit.

Der Computer,Internet und world wide web haben jedoch die dritte Phase einer medialen Revolution eingeleitet, deren kommunikative Folgen noch völlig unabsehbar sind.Begrenzte kommunikative Räume, die entweder durch politische oder Sprachgrenzendefiniert waren (Ost/West oder etwa Europa, oder deutschsprachiger Raum) löstensich zu einem „global village“ und einem globalen Kommunikationsprozess auf, indem sich die traditionellen Grenzen zwischen den Medien Zeitung, Hörfunk und Fernsehen, Internet langsam aufheben. Berufsbilder verschwimmen, in dem die Grenzen der partiellen Verfügbarkeit gewandelt wurden zu einem zeitlich undräumlich grenzenlosen Kommunikationsprozess der rund um die Uhr nichts und niemanden mehreinschränkt oder daran hindert mit-zu kommunizieren.  Die Entwicklungdes Personal Computers beförderte diesen Prozess derart rasant, dass Inhaltejederzeit kommunizierbar und verfügbar sind.

Dies ging leider mit einem Bedeutungsverlust der klassischen Medien wie Zeitung, Rundfunk, Fernseheneinher, angesichts der medialen Herausforderungen durch Video, Videospiele,Mobile Telefonie und Laptop. Die mp3-Entwicklung tat ein übrigens und brachtedie technischen Voraussetzungen mit, dass der Weg von der Schallplatte, über CD bis zur Daten-Disc oder dem usb-stick nur ein sehr, sehr kurzer Entwicklungsweg war. Jeder hat Zugriff auf Information und jeder kann sein Wissen aber eben auch UN-Wissenmitteilen. Aus dem begrenzten Kommunikationsprozess war ein globaler des„anything goes“ geworden, dessen kommunikatives Reifestadium wir angesichts vonweb 2.0 noch gar nicht erreicht haben.  

Dabei war Leit -und Richtschnur die Stärkung des individuellen Kommunikations-Bedürfnissesgegenüber gesellschaftlichen Ansprüchen. Das ICH wurde kommunikativ wichtigerals das WIR, ohne dass bereits ausreichend Ich-MEDIENKOMPETENZ entwickeltworden war: Das Breitband machte sich in der Tat breit, löste Konvergenzprozesse aus: Telephonie, Radio, Fernsehen, Video on demand strömtengleichzeitig aus dem Kabel oder Satelliten.  Das  Kaffeehaus war zum Internet-café geworden,die bürgerliche Öffentlichkeit abgelöst vom Massenphänomen Internet, dienational gebundene Öffentlichkeit wandelte sich in einen globalisiert kommunikativen Raum. „Gates“ folgte Gutenberg. Das regional gebundene Themawurde vom „global village-Thema abgelöst“ , die Printzeitungen ergänzt durch Online-Auftritte, die Recherche ersetzt durch „googlen und chatten“.  "Speakers" Corner alskommunikativer Marktplatz ersetzt durch Wissensportale und Chatrooms, Blogs und Newsgroups. Derdemokratische Bürger brauchte nicht mehr auf einen Marktplatz treten, um einepolitische Rede öffentlich wahrzunehmen oder in einer Interessengruppe äußernoder in einem Zeitungsinterview zu veröffentlichen. Der kommunikativeöffentliche Raum wurde plötzlich privat, reduziert auf einen flatscreen,versteckt in einem PC-Gehäuse auf einem Chip, aktivierbar durch einen bloßen Mouseclick.  Meinungs- und Willensbildung, wenn man überhaupt noch von ihr reden mag, wurde in denindividuellen Raum verlegt.

Die klassische massenmediale Öffentlichkeit wurdedank der digitalen Revolution in ein neues Zeitalter katapultiert, daskommunizierende Volk ein Handlanger des Internets, in der Rechten die PC-Mouse.Dabei entwickelte sich ein exhibitionistisches Mitteilungsbedürfnis, das erneuteine Sende-Empfänger-Konsum-Beziehung installierte, diesmal jedoch mit der Möglichkeitzurück-zu-chatten.  Zunächst blieb es bei klassischen Mitteilungsformen, Radio und Fernsehen und Film präsentierennun Inhalte, Programme, Infos zusätzlich zu ihrem klassischen Medium, die Politik bietet Portale, der Einzelne homepages. Die Produktionsmittel warenjedoch ohne Enteignung in Privathände übergegangen, Monopole wurden gebrochen,klassische Sender-Empfänger-Beziehungen durch Feedback-Strukturen aufgehoben.Der PC war Produktionsmittel, das Internet Distributionsmittel und die Softwaredas Gleitmittel.  Die Massenmedienals Zentrum-an alle-Struktur musstenzusehen, dass sich neben ihnen die Punkt-zu-Punkt-Kommunikation(etwa bei Handys) und die Punkt-an viele-Kommunikation (Volker Grasmuck) durch den PC etablierte.  Lange Zeit wardas Internet als Spiele-Korridor angesehen worden, in dem sich gameboys und-girls tummelten, Hacker austobten, oder Konsole-Fetischisten ihre Infos zuschoben. Wo „nerds“ ihre Datensucht abreagierten oder Schnäppchenjäger ihre Sonderangebote ausfindig machten. Das Ende von © 

Dabeientwickelten sich im world wide web immer mehr interaktive Formen, Wissensportale, Video- und Buchangebote, ipods als mp3-Vertriebswege und viele, viele andere Formen der kommunikativen Art undsei es nur das wechselseitige Zusenden einer ständig sich fotografierenden undfilmenden Handy-PC-Web-Cam-Gesellschaft, die sich auf gemeinsame Bilder abereben nicht mehr auf Themen einigen kann. Allenfalls im gleichen dating-Portaloder bei der Debatte, wer der beste und schlechteste Provider ist.  

Derkommunikative Raum segmentierte sich so zusehends, wurde immerunübersichtlicher und technisch so vielfältig, dass er zu einer update- und Upgrade-Hierarchie führte: wer hat die aktuellste Software, das billigste Programm, die Free-share-ware, oder die aktuellsten Videos oder Songs der Pop-und Rockelite?  Podcast und downloadentwickelten sich zu gängigen Modebegriffen. Und die Umsätze der Musikbranche sanken Jahr für Jahr, weil sie die Entwicklung vollends verschlafen hatte. Erst der langsamwachsende Gedanke, dass die permanente Verletzung des Urheberrechts ans Eingemachte geht, ließ die Konzerne aufwachen, zumal die Free-Software der Freaks auch den Softwareproduzenten zusetzte. Open office, open source, opensociety...Hauptsache „open“!  

Während die Funknetze boomten, verarmten die Wissens- und Wissenschaftsverlage, währendklassische Bibliotheksangebote wie Brockhaus kriselten, wuchsen Wikipedia und Google, die neuen Infomarkt-Monopole. Und die gelbe Post musste lernen, dasseine – Email mit entsprechendem Anhang schneller beim Adressaten landet als es ein Brief mit Eilzuschlag und Sonderbriefmarke es je schaffen kann.  Theuser takes it all Die Internetplattformen luden nicht nur zur wechselseitigen Kommunikation ein,sondern auch zum gemeinsam aktiven gestalterischen Handeln. Homepage-Baukästenund Content-Management-Systeme schossen wie Pilze aus dem digitalen Humus, weblogs luden zur Meinungsäußerung ein,elektronische Medien- und Printprodukte wie Illustrierte und Zeitungenentdeckten das Netz als ständig präsentes Bestellformular, Präsentationsforum für Inhalte und online-spezifisches Sonderangebot für den User. 

Dabei wird es dieneben den klassischen Institutionen sich immer stärker herausbildende Zivilgesellschaft neben google wohl sein, die als der Hauptgewinner derdigitalen Revolution angesehen werden kann, nachdem die Finanzkrise gezeigthat, dass die virtuelle Internetblase zu realen Wertverlusten geführt hat und im Internet nicht immer Geld zu verdienen ist.  

Der Globus bekam Netz-Strümpfe Der neue Marktsetzte auf Privatisierung und Individualisierung, es kam geradezu zu einemexplosivem Anstieg der Beteiligten, die sich äußern können und sei es nur zur Frage „Suche Sexpartnerin“ oder zur alten Frage: WER BIN ICH? in second life. Während sich der Terrorismus auch der interaktiven und kommunikativen Mechanismen bediente, die Geisteswissenschaften den naturwissenschaftlichen Disziplinen den Vorrangübergaben, entgrenzten sich die geografischen, politischen und geistigen Gesamtzusammenhänge, wurden unübersichtlich, beliebig in der Themensetzung,voluminös im Angebot und bedrohten sogar traditionelle Beschäftigungsverhältnisse schufen aber zugleich auch neue wie den Online-Journalisten. 

Das Urheber-Ethos blieb dabei auf der Strecke, das Netz auch als kriminelles Zugangsinstrumentarium aufgefasst, als Ausspäh-Mechanismus entdeckt und als Shopping-Verteilweg aktiviert, und die klassischen Medien ergänzten ihr Angebotdurch neue Wertschöpfungsketten.  Digitalisierungder Medienpraxis Während meinerster Chefredakteur im Zeitungsvolontariat noch drei Papierhäufchen der Agenturen von mir abforderte - „wichtig“, „mittelwichtig“, „unwichtig“- ,scheint heute das Informationsangebot nicht in Papierform, sondern virtuell aufeinem einzigen großen Server-Haufen zu liegen: „Alles ist wichtig“ odervielleicht doch „gar nichts“?!  Als Studentender Kommunikationswissenschaft besuchten wir ein Café in Paris, gegenüber vom„Figaro“ gelegen. Die Nachtdienstredakteure saßen beisammen, redeten, tranken„vin rouge“, spielten Karten und warfen die regelmäßig vom „Agentur Boy“gebrachten Tickernachrichten ungelesen hinter sich auf den Boden. Ob es „News“von der Qualität waren, die heute als Aufmacher im Netz stehen?  Die Beschleunigung der Nachrichtengebung hat nicht nur die Quantität, sondern auchdie Qualität des Textmaterials negativ beeinflusst. Der Beliebigkeit der Themensetzung steht das Ende der „Was ist wichtig-Einordnung“ gegenüber. Dabeiist schnellste Aktualität zum Wert an sich verkommen. Aber wie an Info-Kanälen ables-und-hör-bar ist, ergibt die Aneinanderrreihung von Aktualität aber nochkeine Bedeutung. Das Aktuellste ist eben nicht automatisch das Wichtigste! Schreibt das Format einen Live-Auftritt vor, hat die aktuelle Entwicklung gefälligst dem Format entgegenzukommen. So kommt es dass vermehrt Vor-Berichte auftauchen, in denen der Satz ständig vorkommt: „Dazu kann ich leider noch nichts sagen“, „Daswird sich noch weiter entwickeln.“ – „Bisher wissen wir noch nichts darüber.“ „es ist noch nicht bestätigt...“

Kann man hierernsthaft von Wissens- und Infogesellschaft sprechen? Könnte man den Informationsgehalt mancher Inhalte in Gramm wiegen, wären nur die kleinsten Gewichte vonnöten. Journalistische Moral („Erst was dreimal verifiziert wurde,wird verwendet“) der Tugend („Katastrophenopfer interviewt man nicht“) oder der Werte („keine Vorverurteilung, keine Namensnennung während des Gerichtsverfahrens) sind angesichts der scharfen Mediennutzung und der Internetkonkurrenz obsolet geworden. Personalisierung der Themen ist angesagtund ein „Wohlfühl-und serviceorientierter“ Journalismus, der sich ständig die Hauptfrage stellt: Was hat der „User“ davon an Nutzen.  

Dabei verleitetdie Konvergenzentwicklung dazu, auch medienspezifische journalistische Kriterien über Bord zu werfen. Internetberichte stehen im Netz bevor Entwicklungen abgeschlossen sind, Rechte werden schon mal vernachlässigt, wenn Texte zu bebildern sind. Schneller Videojournalismus hat die klassischen Filmschnitt-Tugenden, Beleuchtungs-Dramaturgie, Tonqualität fürs Medien-Museumqualifiziert. Der Warencharakter von Informationsweitergabe wird zunehmendgestärkt, weil Medienkonzerne gerne konzerneigene Verwertungsketten generieren,um Synergieeefekte und Kosteneinsparung zu erreichen oder auch Medienpartnerschaften den kritischen Blick verstellen.  

Die Rekrutierungspraktiken für journalistisches Personal haben sich sowieso starkder Medienentwicklung und dem Markt angepasst, dass Moderatoren von der Strasse weg die Chance bekommen zum TV-Journalisten zu werden, wobei Alter und Aussehenwichtiger sind als journalistische Vita-Voraussetzungen. Man macht „irgendwas“mit Medien, wird zum „Assi“, „Praktikanten“ oder „Volo“ und gerät so in die Medienmaschine, so dass am Ende niemand mehr sagen kann, wie wurde dieser junge Mann oder diese junge Frau eigentlich Journalist. Zudem sind die Berufszu- und -übergänge fließend und unscharf geworden. Jeder muss alleskönnen und da reicht es oft schon, wikipedia oder google ausreichend bedienen zu können, um als Berufsbezeichnung Recherchejournalist auf die Visitenkarte zuschreiben.

Wer Internet-Downloads beherrscht und gut googlen kann, weblogs ausschlachtet und auf you tube Terrorankündigungen und Köpfungsszenarien ausfindig machen kann, gilt schon als investigativer Journalist.  Das massenmediale Verhalten des Rezipienten wandelt sich zur individualistischen Mediennutzung und Programmgestaltung, das kollektive Medienerlebnis wirdindividuell. Auf der Journalistenebene entspricht diese Entwicklung aber auchdem „gefühlten Journalismus“, der den emotionalen Ebenen eines Themas breiteren Raum gibt als dem eigentlich Inhalt, wenn es denn überhaupt einen gibt.  Der eigene Geschmack von Entscheidungsredakteuren oder „Betroffenheitsreportern“ wirdvorrangig, die Berichte werden immer inhaltsleerer und subjektiver, dafür aberauch formatierter. Hinzu kommt das Ritual der Straßenbefragung und der Live-Schalte, die mit einem „Was meinen Sie dazu“ oder „Was ist da los?“ mehr Illustration ist als thematische Berichterstattung. Der O-Ton wird Farbtupfer.Der Inhaltformatiert, designed, Mainstream! Gleichförmigkeit stellt sich ein.Überraschung und Spontaneität waren gestern. Berechenbarkeit und Planbarkeit die journalistische Formel, die risiko-minimierend ist. Niemand eckt an, alsoalles rund, oder quadratisch- praktisch – aber auch gut? 

Die  Welt-Info-Gesellschaft entlässt ihre Fernseh-Kinder, denen die Realität mit Ohrstöpsel, ipod und i-phone, Mäc und McDonald die reale Realität abhandenkommt und von einer medialen ersetzt wird. Von zehn  Befragten wusste nureiner mit dem Namen Goethe etwas anzufangen. War das der mit dem Faust? Auf die Rückfrage, und was oder wer ist Faust? Kichern...keine Ahnung. No drama baby! Auch von Gemeinwohlorientierung in der Öffentlichkeit keine Spur mehr, die Interessenkommunikation vorrangig, Medienpartnerschaft ist der Alltag, und Sponsering gang und gäbe. Geradezu klassisch die Frage einer Kommunikationschefin, die ein großes Frankfurter Hotel publizistisch managed:Auf meinen Wunsch einen Interviewraum zu bekommen, um Martin Walser in einemruhigen Raum zu interviewen, antwortete sie fragend „250 € die Stunde?“  oder aber „wir könnten ja auch anders insGeschäft kommen!“ Eindeutig was sie wollte, die positive Nennung des Hotels.Ich lehnte beides dankend ab...Denke ich da zu altmodisch? Längst wurde der Inhalt auch abhängig von der technischen Entwicklung, Musikrotation bei Musiksendern, elektronische Sendeabläufe, digitale Schnittorgien, komplizierteredaktionelle Abläufe, die die Eigenverantwortung des Journalisten schwächen,haben einen journalistischen „out put“ generiert, der ja neuerdings aus Kostengründen bei Presseorganen sogar „outgesourced“ wird.   

Das „Gesamtbild“eines Senders (corporate identity), die Formate in Programmen werden wegen der Erkennbarkeit und der Quote so wichtig genommen, dass vor lauter Wiedererkennbarkeit die NICHT-Erkennbarkeit längst erzielt ist. Und der Leser,Zuschauer, Zuhörer, der Mediennutzer?  Publikum und Autor sind inzwischen eins geworden [2]-

Kommunikation ist Kakophonie, ein narzistisches Getöse wie der Internetexperte Andrew Keen analysiert. „Durch die so leichtfertig idealisierte Demokratisierung wird nämlich die Wahrheit entstellt, der gesellschaftliche Diskurs verdorben, und Sachkenntnis, Erfahrung und Talent werden entwertet“.Die klassischen Medien – etwa die Zeitungen - verlieren dabei an kultureller Bedeutung. Keen diagnostiziert messerscharf: das Verschwinden der Wahrheit. Was ist die Addition von you tube: Wahrheit, Wirklichkeit oder der blanke Exhibitionismus?Doch eher schon ein Date zwischen Voyeur und Exhibitionist. Der Blogger ersetztden Redakteur, der Leser den Lokalreporter, der ewig abgefragte Experte den Fachredakteur.Andrew Keen:„Berufsjournalisten lernen ihr Handwerk durch eine Ausbildung und indem sieunter sorgfältiger Beobachtung durch andere Profis Berichte schreiben undredigieren. Im Gegensatz dazu haben Bürgerjournalisten keine formale Ausbildungund kein offizielles Spezialgebiet, und sie verkaufen regelmäßig Meinungen als Tatsachen, Gerüchte als Reportagen und Andeutungen als Informationen. In der Blogosphäre kann man umsonst und mühelos seinen eigenen 'Journalismus'publizieren, ungehindert durch komplizierte ethische Grundsätze oder lästige Chefredaktionen. Der schlichte Besitz eines Computers und eines Internetanschlusses macht einen ebenso wenig zu einem seriösen Journalisten,wie der Zugang zu einer Küche automatisch einen guten Koch hervorbringt“[3]

Begabung,Talent, Wissen, Erfahrung, altmodisch, aber hallo! Wir haben den Knopf im Ohr und den Kanal in uns und um uns, sind Fan von wireless-lan,Hauptbeschäftigte der spam-Gesellschaft und nicht nur in Blogs und Tubes ist„die „Stunde der Stümper“ angebrochen (Andrew Keen). Und das Publikum bestimmtwas läuft. Ist das nun Demokratie? Nicht wirklich...Formatierte Abmoderation – jederzeit verwendbar:So viel bis hier...Wenn sie mehr wissen wollen, schauen Sie aufunser Internetportal, Dort können sie den Beitrag downloaden.Und ich empfehle Sie an meinen Kollegenweiter, der im nächsten Artikel...das nächste Thema des Buches als  Thema einfügen...Wird nicht allesgut?  

[1]
              Jürgen Habermas Strukturwandel der Öffentlichkeit
                  Luchternhand Verlag 1962

[2]
              Andrew Keen Die Stunde der Stümper
                  Wie wir im Internetunsere Kultur zerstören München 2008

[3]              Andrew Keen, ebenda S. 57






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